Börse

Mikroskopische Gewinne

Illustration: Marco Ratschiller

Illustration: Marco Ratschiller

Der Konzern Danaher baut medizinische Geräte. Der Kursanstieg ist alles andere als klein.

Den Börsenturbo hat das amerikanische Unternehmen Danaher Corporation (Börsensymbol: DHR) gezündet: Plus 37 Prozent innerhalb eines Jahres ist ein äusserst bemerkenswertes Ergebnis für den US-Höhenflieger.

64 Prozent des gesamten Umsatzes werden durch medizinische Instrumente erzielt, welche unter anderem Mikroskope beinhalten. Der spannendste Teil der Firma sind die Geräte zur Untersuchung der Wasserqualität, womit Wachstumspotenzial auf Jahre hinaus gegeben ist. Bei einer errechneten Umsatzrendite von knapp 19 Prozent per 2020 sind die Zukunftsaussichten der Firma gut. (Nachladen unter allen Marktverhältnissen)

Schmunzeln musste ich bei einer Zuschrift eines langjährigen Lesers zur Partners Group (Börsensymbol: PGHN SW): «Sind sie von der Partners Group immer noch überzeugt? Halte die schon über drei Jahre und kaum Gewinn.»

Eine Performanceberechnung inklusive reinvestierter Dividenden über drei Jahre ergibt folgendes Ergebnis in Schweizer Franken: 71 Prozent. Hätte der geschätzte Leser sein Geld auf die Komponenten des SMI über die gleiche Periode verwettet, verbliebe nur ein Zugewinn von 22 Prozent. Da stellt sich die berechtigte Frage nach der Erwartungshaltung des einzelnen Lesers, bei welcher Rendite das Ergebnis als erfüllt gelten kann. (Halten und geniessen)

Hervorragend ist bislang das Jahr 2019 für meine Leserschaft in Sachen Euronext (Börsensymbol: ENX) verlaufen: Plus 40 Prozent ist ein Topergebnis. Damit haben die Scharfschützen aus dem Zürcher Finanzviertel kläglich versagt, als sie meine Anlageempfehlung torpedieren wollten. Die Aussichten sind für 2020 glänzend: Erwartete Umsatzrendite von 53,6 Prozent laut meinen Modellen beim paneuropäischen Börsenbetreiber. (Nachladen)

Weniger als zwei Tage vergingen, bis nach der Publikation von letzter Woche auch der Privatbanking-Gigant Julius Bär klar Position in Sachen Vifor (Börsensymbol: VIFN) bezogen hat: Auszeichnung als «Aktie der Woche». Vifor kann einen neuen Kursrekord verbuchen: plus 50 Prozent für das Jahr 2019. Nebst Grossaktionär Martin Mauritius Ebner zählen die US-Giganten Black-Rock und Vanguard zu den Top-Investoren.

Zu einem Blutbad wird es wohl am 20. Dezember kommen, wenn die Put-Optionen an der EUREX in Sachen Vifor ihren Verfalltermin haben. Das Verhältnis zwischen Wetten auf fallende zu steigenden Kursen liegt bei 5:1. Stand Freitagmorgen werden zu dem Zeitpunkt Optionen, welche zum Bezug von mehreren hundertausenden von Aktien berechtigen, einfach wertlos ausgebucht werden. Dies da die Aktie massiv über dem Ausübungspreis dieser Put-Optionen liegt. (Halten)

Punkt 12.00 Uhr am Montag war Ende Feuer beim Strukturierten Produkt der Luzerner Kantonalbank, das letzte Woche im Anlagetipp vorkam: «Restlos ausverkauft», musste die LUKB schon vorzeitig vermelden. Der neue Anlagetipp, den ich Ihnen heute präsentiere, wartet mit ganz neuen Schweizer Titeln auf.

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