Mit der Wahl des Konzepts habe die Expo 2027, welche die Kantone Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau gemeinsam organisieren wollen, grobe Gesichtszüge erhalten, sagte Carmen Haag, die den Projektsteuerungsausschuss präsidiert. Das Siegerprojekt eines Teams um den Zürcher Architekten Markus Schaefer wurde am Donnerstag in Heiden AR präsentiert - mit Blick auf das Expoland, das allerdings noch im Nebel lag.

"Expedition 27" habe aus den 60 Beiträgen herausgestochen, weil das Konzept visionär, mutig und zugleich praktikabel sei, sagte Jurypräsident Angelus Eisinger. Die Expo solle ein Forschungsreise durch die Ostschweizer Landschaft werden. Es gehe um die drei Grundfragen "Woher kommen wir?", "Wer sind wir?" und "Wohin gehen wir?".

Vom Bodensee bis zum Säntis

Ein Hauptstandort soll Romanshorn am Bodensee sein, wo das Architektenteam die seit Jahrzehnten leerstehenden und unter Denkmalschutz stehenden Lagerhallen der SBB nutzen will, sagte Markus Schaefer.

Ein urbaner Standort ist in St. Gallen-Winkeln geplant, wo die Autobahn A1, die Kantonsstrassen und die Eisenbahn eine Kreuzung bilden. Im Appenzellerland sind dezentrale Spielorte angedacht, zum Beispiel in Heiden, Teufen oder Urnäsch. Die Standorte und Spielorte an der Küste, in der Stadtlandschaft und in den Bergen sollen mit drei Eisenbahnringen und getakteten Bussen verbunden werden. Die bestehende Infrastruktur solle genutzt werden.

Volk entscheidet über Planungskredite

Das Siegerkonzept sei eine erste Basis für das weitere Vorgehen der Trägerkantone, sagten die Verantwortlichen . Bis 2018 soll ein Bewerbungsdossier mit Machbarkeitsbericht an den Bund eingereicht werden. Vorher müssen die drei Kantone über Kredite für die nächste Projektphase von insgesamt 8,8 Millionen Franken entscheiden.

Die Expo 2027 soll rund 1,5 Mia. Franken kosten, gleichviel wie die Expo 02. Die Hälfte, aber höchstens eine Milliarde Franken, übernimmt der Bund.

www.expo2027.ch