Wirtschaft

Nach Gewinnrückgang: Clariant baut 500 bis 600 Stellen ab

Umfangreicher Stellenabbau: Clariant setzt den Rotstift an.

Umfangreicher Stellenabbau: Clariant setzt den Rotstift an.

Der Spezialchemiekonzern aus Muttenz hat ein schlechtes Geschäftsjahr hinter sich. Wegen einer laufenden Untersuchung der EU ging der Gewinn zurück. Nun baut Clariant über 500 Stellen ab.

(rwa) Die EU-Kommission hat eine wettbewerbsrechtliche Untersuchung in Bezug auf den Beschaffungsmarkt von Ethylen eröffnet. Deshalb hat Clariant Rückstellungen in der Höhe von 231 Millionen Franken getätigt. Das beeinflusse das Ergebnis 2019 negativ, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Gewinn ging von 356 auf 38 Millionen Franken dramatisch zurück. Der Umsatz stagnierte bei 4,4 Milliarden Franken. Trotz dieser Zahlen schlägt Clariant unverändert eine Dividende von 0,55 Franken pro Aktie vor.

Angesichts der schwachen Wirtschaftslage erwartet der Konzern für 2020 ein schwieriges Geschäftsjahr. Zusätzliche Effizienzmassnahmen seien für jedes der Geschäfte definiert worden, um die Marge von 16,8 Prozent zu steigern. Konkret bedeutet das, dass Clariant in den nächsten zwei Jahren 500 bis 600 Stellen abbaut. Ende 2019 beschäftigte der Konzern 17'223 Personen.

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