Einen eigenen Produktionschef für die zivile Flugzeugsparte - die mit Abstand grösste im Konzern - gibt es nicht mehr. Den Posten hatte Faury im vergangenen Jahr, vor seiner Beförderung zum Konzernchef, selbst bekleidet.

Auch die Beschaffung hat bei Airbus nicht mehr Vorstandsrang. Dafür gibt es in dem Führungsgremium künftig jeweils eigene Posten für die Technik, die Kommunikation und den Vertrieb.

"Unsere Branche befindet sich in einer Phase umwälzender Veränderungen, und wir müssen Airbus gut auf die vor uns liegenden Chancen und Herausforderungen vorbereiten", sagte der Franzose Faury.

Der 51-jährige ehemalige Testpilot, der vier Jahre lang auch für den Autobauer PSA Peugeot Citroen gearbeitet hatte, trat am Donnerstag die Nachfolge von Tom Enders an. "Wir werden neue digitale Technologien nutzen, um unser industrielles System zu optimieren und neue Marktchancen zu erschliessen."

Dem Führungsgremium gehören drei Deutsche an, darunter zwei neue Mitglieder: Der ehemalige Infineon-Finanzvorstand Dominik Asam bekleidet nun den gleichen Posten bei Airbus. Für das Tagesgeschäft zuständig ist der operative Chef (COO), Michael Schöllhorn, der von der Bosch-Tochter BSH Hausgeräte kam. Dirk Hoke bleibt Chef der Rüstungs- und Raumfahrt-Sparte.