Der globale Markt für teure Uhren, Lederwaren und hochwertigen Schmuck wird 2011 um acht Prozent auf 185 Mrd. Euro wachsen, schätzt Bain & Company.

Die Umsatzeinbussen aus den Krisenjahren 2008 und 2009 sind damit längst vergessen. 2010 gab es bereits ein Plus von 14 Prozent. Der Markt erreichte ein Rekordwert von 172 Mrd. Euro. Grund für den anhaltenden Hunger nach Noblem und Teurem sind insbesondere die Schwellenländer China, Brasilien, Russland und Indien.

Zwar sind die Märkte noch deutlich kleiner als die alten Märkte Europa und Amerika, dafür können sie mit weit grösseren Wachstumsraten punkten. China etwa weist mit einem relativ kleinen Umsatz von vorausgesagten 11,5 Mrd. Euro, eine Wachstumsrate von 25 Prozent auf.

Doch auch in den USA, dem grössten Einzelmarkt der Welt, dürfte es dieses Jahr einen Zuwachs bei den Erlösen um acht Prozent auf 52 Mrd. Euro aufwärts geben, wie Bain weiter festhält. In Europa wird die Wachstumsrate laut dem Bericht sieben Prozent betragen. Einzig Japan leidet unter den Folgen des verheerenden Erdbebens und Tsunamis im März. Hier wird 2011 mit einem Rückgang um fünf Prozent auf 17 Mrd. Euro gerechnet.

Russland hat die jüngsten Ultrareichen

Eine Verschiebung der Superreichen gibt es aber nicht nur hinsichtlich ihrer Herkunft, sondern auch ihres Alters. Die sehr vermögenden Personen (mit einem Vermögen von über 1 Mrd. Dollar) werden immer jünger. Die jüngsten Ultrareichen kommen gemäss dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren aus Russland .

China folgt auf dem zweiten Platz, wo der Milliardär durchschnittlich 50 Jahre alt ist. In Indien ist der Superreiche durchschnittlich 60. Die ältesten Wohlhabenden wohnen in Frankreich. Der französische Superreiche ist durchschnittlich 74 Jahre alt.