«Paradeplatz»
Die Oben-Ohne-Bäcker von Coop, die englische Charme-Offensive von Nestlé und Co. - und Weihnachtsfeeling bei Lidl

Ein Blick auf die etwas anderen Wirtschaftsgeschichten der Woche: Die neusten «Paradeplatz»-Meldungen.

SaW-Redaktion
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Schweisstreibende Arbeit im Jahr 1930: Die ehemalige Coop-Bäckerei Lysbüchel.

Schweisstreibende Arbeit im Jahr 1930: Die ehemalige Coop-Bäckerei Lysbüchel.

Screenshot: Coop / Twitter

Im aargauischen Schafisheim eröffnete Coop 2016 die grösste Bäckerei der Schweiz. Anwesend waren die damalige Coop-Spitze mit Konzernchef Joos Sutter und Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli sowie die damalige Bundesrätin und heutige Coop-Vizepräsidentin Doris Leuthard. Zu sehen bekamen sie unter anderem, wie Roboterarme Zöpfe flechten. Das war früher noch anders. Auf Twitter erinnerte sich der Detailhändler, heute unter der Führung von CEO Philipp Wyss, diese Woche an die alte Coop-Bäckerei Lysbüchel in Basel mit einem Schwarz-Weiss-Bild. Die Arbeit war derart schweisstreibend, das die Bäcker oben ohne arbeiteten. Ein Problem, dass Roboter nicht kennen.

Bundesrat Ueli Maurer mag die Wirtschaftskritik nicht.

Bundesrat Ueli Maurer mag die Wirtschaftskritik nicht.

ANTHONY ANEX

Neue Wege beschreitet Swissholdings: Ab sofort bietet der vom Nestlé-Manager David Frick präsidierte Schweizer Wirtschaftsverband der Grosskonzerne seine Mitteilungen auch in Englisch an. Ob das hilft gegen das von Finanzminister Ueli Maurer diagnostizierte «Bashing gegen grosse Unternehmen», ist mehr als fraglich. Schliesslich schafft es die hiesige Konzernwelt heute ja nicht einmal, der Stimmbevölkerung ihre Anliegen auf Deutsch zu erklären, wie die vielen Abstimmungsniederlagen deutlich machen.

Fast so sicher wie die Feiertage kommen jedes Jahr die Klagen über Detailhändler, die angeblich immer früher Schoggihasen oder Lebkuchen verkaufen. So früh wie Lidl war aber tatsächlich noch nie jemand daran: Vom Donnerstag bis Samstag lädt Lidl-Schweiz-Chef Torsten Friedrich in Weinfelden zum Lagerverkauf. Auch Dekoartikel für Weihnachten würden verkauft, verspricht der Discounter. Schon in 281 Tagen ist es schliesslich wieder so weit!