Der Umsatzrückgang sei vor allem auf die im Juli 2012 eingegangene globale Vereinbarung mit Stiefel für das Handekzem-Medikament Toctino zurückzuführen, teilte Basilea am Dienstag mit. Basilea hat die Rechte des Medikaments an die GlaxoSmithKline-Tochter Stiefel verkauft.

Toctino ist laut Basilea in 14 Ländern erhältlich und in 15 weiteren Ländern zugelassen. Allerdings verdient Basilea noch nicht direkt bei den Verkäufen mit. Das Unternehmen hat aber Anrecht auf eine Meilensteinzahlung sobald das Präparat in den USA zugelassen wird. Zudem ist Basilea an zukünftigen US-Umsätzen beteiligt.

Bisher stammt der Umsatz bei Basilea fast ausschliesslich aus Verträgen mit anderen Geschäftspartnern. Von den 40,5 Mio. Franken Umsatz aus Verträgen stammen 36,9 Mio. Franken aus den Vereinbarungen mit Stiefel.

2013 bezeichnet Basilea im Communiqué als bedeutendes Jahr. Unter anderem wurde ein zweites Medikament aus den Forschungslaboren des Unternehmens zugelassen. Ceftobiprol für die Behandlung von Lungenentzündung erhielt die Zulassung in zwölf EU-Staaten.

Das Basilea-Antibiotikum soll gegen viele Erreger wirken, darunter auch solche, die gegen Penicillin resistent sind. Ein Antrag auf Zulassung in der Schweiz werde derzeit von den Gesundheitsbehörden geprüft.

"Wir rechnen damit, Ceftobiprol im zweiten Halbjahr in den ersten europäischen Märkten auf den Markt zu bringen", sagte Firmenchef Ronald Scott am Dienstag gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP. Mit der US-Arzneibehörde FDA setzt das Unternehmen die Gespräche derweil fort. Zudem sucht Basilea weiterhin globale und regionale Vermarktungspartner.

Weiter zeige das Breitsprektrum-Antimykotikum Isavuconazol positive Daten in der Phase-III-Studie. Ausserdem wurde ein Vertrag über 89 Mio. Dollar mit Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) im US-Gesundheitsministerium abgeschlossen. Barda finanziert damit die Entwicklung des Breitbandantibiotikums BAL30072.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Basilea einen durchschnittlichen Betriebsverlust von 3 bis 4 Mio. Franken pro Monat. Das ergäbe einen Jahresverlust zwischen 36 und 48 Mio. Franken.