Knapp 2,7 Millionen Tonnen wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in den Häfen beider Basel umgeschlagen. Das sind 17,5 weniger als im ersten Semester 2016, wie die Schweizerischen Rheinhäfen am Freitag mitteilten. Am stärksten war der Rückgang in Birsfelden mit 21 Prozent. Aber auch die beiden andern Häfen Basel Kleinhüningen und Muttenz-Auhafen waren im Minus.

Beim Import wurde ein Rückgang um 16,2 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen registriert. Bei der Ausfuhr von Gütern auf dem Wasserweg resultierte mit knapp 453'000 Tonnen ein Minus von 23,5 Prozent.

Bei mehr als der Hälfte der via Rhein eingeführten Fracht handelt es sich um Erdöl und Mineralölerzeugnisse. Mit 1,2 Millionen Tonnen wurde bei dieser Warengattung von Januar bis Juni ein Rückgang um 10,7 Prozent verzeichnet. Begründet wird dies mit niedrigen Wasserständen und gut gefüllten Lagern in der Schweiz.

Abgenommen hat im ersten Semester erstmals seit längerer Zeit auch der Containerverkehr, bei dem per Ende 2016 noch ein neuer Rekord verbucht werden konnte. Mit insgesamt 59'630 Transporteinheiten (TEU) belief sich der Rückgang auf 10,7 Prozent.

Trotz des rückläufigen Güterumschlags in den ersten sechs Monaten sind die Verantwortlichen der Rheinhäfen für das Gesamtjahr 2017 zuversichtlich. Nach dem schlechten Start im ersten Quartal habe der Hafenumschlag nämlich gegen Jahresmitte deutlich zugenommen, heisst es in der Mitteilung.

Zusätzlich profitieren können die Rheinhäfen in der zweiten Jahreshälfte vom gegenwärtigen Unterbruch der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden. Weil der durchgehende Güterverkehr auf der Schiene zwischen den Nordhäfen und der Schweiz fast nicht mehr möglich ist, werden derzeit vermehrt Güter auf dem Rhein transportiert.