Mobile im Ausland

Roaming-Gebühren: Schweizer bezahlen noch immer eine Viertelmilliarde Franken zu viel

Die Schweizer bezahlen im Vergleich zum Ausland noch immer zu viel

Saftige Roaming-Gebühren im Ausland am Strand

Die Schweizer bezahlen im Vergleich zum Ausland noch immer zu viel

Es ist eine schier unvorstellbare Zahl: Verglichen mit den Preisen in der EU bezahlen Schweizer trotz tieferen Preisen noch immer eine Viertelmilliarde Franken mehr pro Jahr.

Pünktlich auf die Reisesaison haben die grossen Mobilnetzbetreiber Swisscom, Orange und Sunrise ihre Preise für die Nutzung im Ausland (Roaming) gesenkt.

Doch auch nach diesen Senkungen bleibt das Telefonieren in den Ferien für Schweizer massiv teurer als für die Nachbarn aus dem EU-Umland.

Ralf Beyeler vom Vergleichsdienst Comparis hat für die «Schweiz am Sonntag» gerechnet und schätzt die Mehrkosten auf eine Viertelmilliarde Franken pro Jahr.

Auf gut 850 Millionen Franken belaufen sich die Umsätze der Schweizer Netzbetreiber mit Roaming-Dienstleistungen.

Grosse Preisunterschiede zu Europa gibt es vor allem beim Telefonieren und Verschicken von SMS-Nachrichten.

Die Schweiz schneide da «nicht gut ab», hielt im vergangenen Herbst ein Bericht des Bundesamts für Kommunikation fest.

Beim Datenroaming hingegen liegen die Preise nahe beieinander.

Die plausible Erklärung dahinter: Im Datenverkehr, wo vor Ort auf kostenlose Wifi-Verbindungen ausgewichen werden kann, spielt der Wettbewerb stärker als bei den Sprachverbindungen, bei denen die Telefonnummer eine wichtige Rolle spielt und der Kunde daher gebunden ist.

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