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Schweizer Leitindex SMI fällt unter 6000er-Marke

Schwarzer Tag an der Börse in Zürich: Der Leitindex SMI fällt unter 6000 Punkte (Archiv)

Schwarzer Tag an der Börse in Zürich: Der Leitindex SMI fällt unter 6000 Punkte (Archiv)

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag den Abwärtstrend des Vortages fortgesetzt. Der Leitindex SMI kam nach einem etwas festeren Start bald einmal unter Druck und konnte bis zum Handelsschluss die Marke von 6000 Punkten nicht verteidigen.

Grosse Unsicherheiten gingen erneut von der Schuldenkrise in den USA aus, während in der Schweiz die Aktien der UBS nach Quartalszahlen an Wert einbüssten. Gewinner des Tages an der Schweizer Börse waren die Papiere des US-Ölserviceunternehmens Weatherford, die mit Zahlen zu überzeugen wussten.

Bis Börsenschluss gab der SMI um 0,45 Prozent auf 5990,18 Punkte nach. Der breite Gesamtmarkt (SPI) sank um 0,28 Prozent auf 5502,39 Punkte.

Die Aktien der UBS gingen mit minus 2,9 Prozent auf 13.50 Fr. aus dem Handel. Die Grossbank hatte im zweiten Quartal die Anleger vor allem mit den Aktivitäten im Investment Banking enttäuscht.

Die Aktien der Credit Suisse erholten sich im Tagesverlauf von den Abgaben aus dem frühen Geschäft und schlossen den Handel mit 0,6 Prozent im Plus ab. Das Institut wird am Donnerstag die Zweitquartalszahlen zeigen. Auch bei der CS wurde zuletzt eine massive Gewinnenttäuschung und ein bevorstehender Stellenabbau kolportiert. Julius Bär büssten 1,1 Prozent ein.

Gewinner Weatherford

Auf der Gewinnerseite legten Weatherford um 9,9 Prozent zu. Händler sprachen von Deckungskäufen, welche die Weatherford-Papiere in die Höhe getrieben hätten. Das US-Unternehmen hat im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Gewinnschub verzeichnet und zeigte sich mit einer erhöhten Umsatzprognose auch für das Gesamtjahr zuversichtlich.

Zu den Gewinnern im SMI gehörten auch Actelion (+3,2 Prozent), die sich von den deutlichen Abgaben des Vortages erholen konnten. Dagegen konnten sich die Index-Schwergewichte Novartis (-0,2 Prozent), Roche (-0,2 Prozent) und Nestlé (-0,4 Prozent) nicht im Plus halten.

Weiter hinten auf der Verliererseite standen einige Zykliker wie Logitech (-2,7 Prozent), Adecco (-0,9 Prozent) oder Swatch Group (-1,2 Prozent).

Im breiten Markt hatte der Spezialchemiehersteller Sika Quartalszahlen vorgelegt, die unter den Erwartungen lagen. Höhere Rohstoffpreise konnten nur teilweise kompensiert werden. Dennoch stiegen die Sika-Papiere um 3,3 Prozent.

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