Der Mann fiel am Dienstag bei der Kontrolle seines Reisecars im Schwerverkehrskontrollzentrum Schaffhausen auf, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Er hatte massiv gegen die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten verstossen.

In einem Zeitraum von vier Wochen legte der Slowene an nur zwei Tagen eine verkürzte wöchentliche Ruhezeit von jeweils vierundzwanzig Stunden ein. An allen anderen 26 Tagen war er europaweit am Steuer.

In der längsten Zeitspanne lenkte er den Reisecar während fast 35 Stunden, wobei er neben ein paar wenigen kurzen Pausen nur einmal einen fünfstündigen Halt einlegte.

Unter Druck vom Arbeitgeber

Um die massiven Verstösse bei den Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten zu vertuschen, benutzte der Slowene die Fahrerkarte eines anderen Chauffeurs, verwendete teilweise gar keine Fahrerkarte und fälschte Belege.

Auf die Verstösse angesprochen, gab der Mann der Polizei zu verstehen, dass er froh sei, in die Kontrolle geraten zu sein. Er werde von seinem Vorgesetzten zu diesen Fahrten getrieben. Dadurch könne der Arbeitgeber zusätzliche Fahrer einsparen.

Der Chauffeur musste ein Bussendepositum von mehreren Tausend Franken hinterlegen und wurde angezeigt. Zudem wurde ihm eine verlängerte, wöchentliche Ruhezeit auferlegt.