Geldpolitik

SNB-Direktoriumsmitglied Zurbrügg schliesst Negativzinsen aus

SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg (Archiv)

SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg (Archiv)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rechnet mit steigenden Zinsen im Zuge einer Konjunkturerholung. Negativzinsen in der Schweiz schloss SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg aus.

"Sobald das Wirtschaftswachstum in Fahrt kommt, werden sich die Dinge normalisieren", sagte Zurbrügg am Dienstag bei einer Veranstaltung in Zürich. Der Aufschwung könnte aber länger auf sich warten lassen, als sich manche Leute wünschen, erklärte er weiter.

In den grossen Volkswirtschaften gebe es noch immer bedeutende Produktionslücken. Inflationsgefahr ortet Zurbrügg trotz der hohen Liquidität im System nicht.

Negativzinsen seien in der Schweiz "definitiv nicht zu erwarten", erklärte Zurbrügg weiter. Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse kündigten im Dezember speziellen Gebühren und Negativzinsen auf bestimmte Geldzuflüsse von anderen Banken an. Vom Standpunkt der Banken aus gesehen, sei das eine logische Entscheidung gewesen, sagte Zurbrügg.

Die SNB stemmt sich seit Herbst 2011 mit einer Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken gegen die als gefährlich für die heimische Wirtschaft eingestuft Aufwertung des Frankens. Zwar hat sich der Franken angesichts geringerer Unsicherheiten in der Eurozone zur Gemeinschaftswährung zuletzt abgeschwächt. Notenbankchef Thomas Jordan hatte im Januar aber erklärt, dass die Landeswährung noch immer hoch bewertet sei und die SNB keine Massnahmen gegen ein Frankenaufwertung ausschliesse.

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