Fabian Muster

Die Rechnungsgemeinde vom Montagabend mit nur gerade 16 Stimmberechtigten war eine kurze Sache: Nach 50 Minuten waren alle Geschäfte einstimmig und ohne eine einzige Wortmeldung gutgeheissen. Die Rechnung 2008 schliesst bei Einnahmen von 6,98 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 21 783 Franken, der dem Eigenkapital zugewiesen wird.

Budgetiert war ein Defizit von 21 905 Franken. Die Nettoinvestitionen betragen 1,18 Mio. Franken. Davon gehen 1,08 Mio. Franken auf das Konto des neuen Oberstufenschulhauses. Bis heute wurden 2,5 Mio. Franken von den bewilligten 3,4 Mio. verbaut, wie Finanzverwalter Kurt Nussbaumer informierte.

Der Souverän musste im Weiteren über Nachtragskredite in der Höhe von 600 000 Franken befinden. Der grösste Posten sind dabei die Sozialausgaben, die 300 000 Franken ausmachen. «Dies können wir nicht beeinflussen», begründete Nussbaumer die hohen Überschreitungen. Dazu kamen kleinere Sachen wie Wasserleitungsbrüche oder Sanierungen an der Liegenschaft Obere Wengi durch den Pächterwechsel. Die Pro-Kopf-Verschuldung stieg wegen des Oberstufenneubaus von 2360 auf 3017 Franken.

Vorteil des Neubaus

Zwei Kredite von 205 000 Franken mussten ebenso genehmigt werden. Eine neue Wasserleitung von 325 Metern Länge bei der Thalstrasse ist für 150 000 Franken vorgesehen, daran bezahlt die Solothurnische Gebäudeversicherung 40 000 Franken. Ihr Vorteil: Sie wird neben der Kantonsstrasse geführt. Bei Leitungsbrüchen muss nicht mehr der Asphalt aufgerissen werden.

Fällig war auch ein Zusatzkredit von 55 000 Franken für die Rutschsanierung Rohr oberhalb von Matzendorf. Der ursprünglich genehmigte Kredit von 50 000 Franken reicht nicht aus, um alle Drainageleitungen wegen Kalkrückständen auszuwechseln oder zu sanieren. Von den zusammen 105 000 Franken beträgt der Gemeindeanteil nach Abzug der Subventionen und Perimeterbeiträgen noch rund 29 000 Franken.