Die Fähren sollen erst wieder am Donnerstagmorgen auslaufen. Auch die griechischen Züge (Trainose) fuhren am Tag der Arbeit nicht. Die U-Bahnfahrer legten die Arbeit für mehrere Stunden nieder. Die Busse in Athen wurden für 24-Stunden bestreikt. Dies berichtete der staatliche Rundfunk (ERT).

Zudem gingen um die Mittagszeit Tausende Menschen in Athen und anderen Städten des Landes für Demonstrationen auf die Strasse. "Wir fordern mehr Arbeitsplätze und höhere Löhne", skandierten sie. Die Kundgebungen verliefen weitgehend friedlich, hiess es aus Polizeikreisen. Nach Schätzungen der Gewerkschaften haben landesweit mehr als 20'000 Menschen an den 1. Mai-Kundgebungen teilgenommen.

Griechenland hat mit 18,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Mehr als 400'000 gut ausgebildete junge Menschen haben das Land wegen der schweren Finanzkrise, die seit 2010 andauert, verlassen.