Wawrinka machte seine Investition zwischen dem Grand-Slam-Turnier in Wimbledon Anfang Juli und dem US Open Ende August offiziell. Er reiste nach Genf, um dort die Lymo-Fahrer zu treffen. Wie viel Geld der Waadtländer Tennisstar in das Start-up steckt, wurde jedoch nicht bekannt gegeben.

"Ich kenne die Gründer und glaube an dieses Projekt", sagte Wawrinka gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. "Ich reise viel, aber ich habe noch nie ein ähnliches Konzept gesehen." Es handle sich dabei nicht um sein erstes Investment. Das Tennisspielen bleibe jedoch seine oberste Priorität.

Börse für Taxifahrten

Lymo kommt als Vergleichsplattform für Transportpreise daher: Die Taxifahrer sowie privaten Chauffeure bieten Fahrten zu einem von ihnen festgelegten Preis an. Die Kunden können anhand des Preises, des Autotyps und der Fahrerbewertung ein Angebot auswählen.

Damit will das Start-up Wartezeiten für die Fahrer verkürzen, den unabhängigen Chauffeuren gute Einkünfte ermöglichen und gleichzeitig die Preise für die Kunden tief halten. Bei den unabhängigen Chauffeuren handelt es sich um die neben Taxifahrer zweite Kategorie (VTC - Voitures de Transport avec Chauffeur) im Genfer Taxigesetz. Diese Kategorie wurde vor drei Jahren vor allem für neue Anbieter wie Uber eingeführt.

Neustart nach Anlaufschwierigkeiten

Lymo finanziert sich nicht über Kommissionen pro Fahrt, sondern über eine wöchentliche Pauschale von maximal 35 Franken für die Chauffeure. Beim Start Anfang Juni gaben die Gründer an, jährlich einen Umsatz von 1,7 Millionen Franken anzustreben.

Allerdings musste das Unternehmen schon drei Wochen nach dem Start seine Tätigkeiten unterbrechen. Grund waren technische Probleme, die laut Lymo mit der Stabilität des Mobilfunknetzes zusammenhingen. Nach einer zweimonatiger Unterbrechung soll es nun am 5. August wieder losgehen. Man habe 75 Funktionsverbesserungen vorgenommen und Netzwerkfehler und andere Bugs behoben, hiess es bei Lymo.