Wirtschaft

Trotz Coronakrise: Beschäftigung ging im ersten Quartal nur leicht zurück – Aussichten sind jedoch düster

Vor allem die Gastronomie und die Beherbergung werden unter den Folgen der Coronapandemie noch leiden.

Vor allem die Gastronomie und die Beherbergung werden unter den Folgen der Coronapandemie noch leiden.

In den ersten drei Monaten des Jahres hat die Zahl der Stellen in der Schweiz um 0,1 Prozent abgenommen. Der Rückgang fand vor allem im Dienstleistungssektor statt.

(gb.) Die am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, wie sich die Coronakrise in den ersten drei Monaten des Jahres auf die Beschäftigung in der Schweiz ausgewirkt hat. So nahm die Anzahl Stellen in saisonbereinigten Zahlen im Vergleich zum letzten Quartal 2019 um 0,1 Prozent ab. Das beinhaltet einen Rückgang um 3000 Stellen im tertiären Sektor. Der sekundäre Sektor wuchs hingegen noch um 1000 Stellen.

Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal sieht die Lage leicht besser aus. Im März zählte die Schweiz 5,1 Millionen Beschäftigte und damit 0,6 Prozent mehr als im März 2019. Die Zahl offener Stellen ging aber um 10'000 zurück.

Die Pandemie hat die Sektoren ungleich getroffen. Während im industriellen Sektor das Beschäftigungswachstum noch positiv war, verlangsamte es sich im Dienstleistungssektor. Im Gastgewerbe etwa ging die Beschäftigung um 3,9 Prozent zurück.

Mehr Firmen wollen Personal abbauen

Die weiteren Aussichten sind düster. 7 Prozent der Unternehmen beabsichtigen laut BFS, ihren Personalbestand zu verkleinern. Im Vorjahr waren das noch 3,3 Prozent.

Wie das BFS weiter schreibt, liegt der Indikator der Beschäftigungssaussichten zudem so tief wie seit 2009 nicht mehr. Konkret rechnet das BFS mit einem Rückgang des Indikators um 3,7 Prozent auf 1,01. In der Beherbergung sowie nun auch in der Industrie ist ein Rückgang der Beschäftigten zu erwarten.

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