Raiffeisen-Skandal

Verletzung des Geschäftsgeheimnisses: Strafverfahren gegen Ehefrau von Pierin Vincenz eröffnet

Der Raiffeisen-Skandal geht in die nächste Runde: Die Ehefrau des ehemaligen Raiffeisen-Chefs steht unter Beobachtung der Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Verletzung des Geschäftsgeheimnisses.

Nach Raiffeisen-Ex-Chef Pierin Vincenz gerät auch seine Ehefrau, Nadja Ceregato, ins Visier der Ermittlungsbehörden, schreibt die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe. «Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führt gegen Frau Ceregato eine separate Untersuchung betreffend Verletzung des Geschäftsgeheimnisses», teilt Erich Wenzinger, Kommunikationsbeauftragter der Zürcher Staatsanwaltschaft, auf Anfrage mit. Wie immer gelte in der jetzigen Phase des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

Gemäss Recherchen der «Handelszeitung» sollen im Zuge der Ermittlung gegen Pierin Vincenzhandschriftliche Notizen aufgetaucht sein, die darauf deuten lassen, dass der Raiffeisen-Ex-Chef Inhalte aus einem bankinternen Gutachten der Wirtschaftskanzlei Prager Dreifuss kannte.

Das Gutachten war vertraulich und wurde erstellt, als Vincenz nicht mehr für Raiffeisen arbeitete, aber seine Ehefrau Nadia Ceregato schon. Ceregato war ab 2005 Rechtschefin und von Frühjahr 2015 bis Ende 2017 zusätzlich Compliance-Chefin der Genossenschaftsbank.

Auf die Verletzung des Geschäftsgeheimnisses steht gemäss Strafgesetzbuch eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Meistgesehen

Artboard 1