Immobilien-Studie

Wegen Negativzinsen: Einfamilienhäuser werden teurer – Zahl der Leerwohnungen wird steigen

Neue Wohnüberbauungen an guter Lage: Hier stehen Investoren Schlange – und immer öfter auch bei Eigentumswohnungen. (Symbolbild)

Neue Wohnüberbauungen an guter Lage: Hier stehen Investoren Schlange – und immer öfter auch bei Eigentumswohnungen. (Symbolbild)

Die Negativzinsen haben zur Folge, dass Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser noch knapper und teurer werden. Gleichzeitig dürfte der Leerwohnungsbestand laut der neuesten Credit-Suisse-Immobilienstudie weiter steigen.

(agl) Jede sechste Eigentumswohnung wird zurzeit von Investoren aufgekauft um sie zu vermieten. Das zeigt die neueste Schweizer Immobilienmarkt-Studie der Credit Suisse. Konkret sei der Anteil von Buy-to-let-Finanzierungen seit Ausbruch der Finanzkrise bei Hypotheken-Neuabschlüssen auf 17 Prozent gestiegen. Laut der am Montag in Zürich vorgestellten Immobilienstudie der Schweizer Grossbank können heute dank tiefen Hypothekarzinsen bei überschaubarem Risiko ansehnliche Renditen erzielt werden. Und dies inzwischen nicht mehr nur bei grösseren Objekten.

Für Immobilienentwickler bleibt zugleich der Bau von Mietwohnungs-Überbauungen meist äusserst lukrativ. So stehen institutionelle Investoren laut der CS-Immobilienstudie wegen der Negativzinsen bei Projekten noch immer Schlange. Dies führe zu weiteren Knappheiten auf dem Eigentums-Markt. Und schicke den Zyklus des Schweizer Immobilienmarktes «in die x-te Verlängerung».

Wir shoppen künftig in kleineren Läden

Ebenfalls erwarten die Credit-Suisse-Ökonomen für dieses Jahr eine stärkere Zunahme der Leerwohnungen als 2019, da sich kein Wachstum der Nachfrage durch Zuwanderung oder Konjunktur abzeichne. Am schwersten zu vermieten sind gemäss der Studie Wohnungen im Alter von drei bis sieben Jahren, bei denen die Erstmieter wieder ausgezogen sind.

Was die Ladenflächen an Schweizer Haupteinkaufsstrassen betrifft, rechnet die CS-Immobilienstudie mittelfristig wieder mit einer anziehenden Mietnachfrage. Shopping werde künftig in kleineren Läden als heute und mit einem vielfältigeren Angebot stattfinden.

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