Fussball-EM
Das «Tschuttiheftli»-Sammelalbum 2021 ist da – aber anders als sonst

Ab dem 9. April sind die neuen Sticker zur Fussball-EM erhältlich. Die künstlerische Alternative zu den Panini-Bildern ist ein Blickfang wie immer – doch dieses Jahr gibt es eine Neuerung: Die Bilder lassen sich auf zwei Arten ins Sammelalbum einkleben. Mit dabei sind auch Bilder von drei Gestalterinnen und Gestaltern aus Luzern.

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(dvm) Alle Teams der Fussball-EM, die 470 Spielerporträts und Nationalflaggen gestaltet von 24 Künstlerinnen und Künstlern aus sieben Ländern: Das ist die neuste und bereits siebte Ausgabe des «Tschuttiheftli»-Sammelalbums, das der gleichnamige Luzerner Verein herausgibt. Sie kommt ein Jahr später als geplant – weil die Fussball-EM 2020 als Folge der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben wurde, stoppten im vergangenen Frühling auch die «Tschuttiheftli»-Macher die Produktion.

Die neuen Sammelbilder sind ab Freitag, 9. April, erhältlich, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Sticker gibt es im Onlineshop oder an zahlreichen Verkaufsstellen in der ganzen Schweiz.

So werden die neuen Sticker zum Verkauf angeboten.

So werden die neuen Sticker zum Verkauf angeboten.

Bild: PD/Tschuttiheftli

Mit dabei sind auch die Bilder von gleich drei Illustratoren aus Luzern: Jolanda Epprecht, Tanja Skalsky und Roland Burkart:

Ein Album – zwei mögliche Arten, die Sticker einzukleben

3,3 Millionen Sammelbilder und knapp 9000 Alben wurden gedruckt. Sie sind ein Hingucker wie immer. Und doch ist etwas anders: Im Gegensatz zu früheren Jahren haben die Gestalter diesmal nämlich keine gesamte Mannschaft zugeteilt bekommen, sondern Spieler aus verschiedenen Nationen. Zudem haben die Bilder zwei Nummern – und lassen sich damit auf zwei Arten einkleben.

Die Bildli-Sammler entscheiden sich zu Beginn, nach welchem System sie das Album füllen wollen. Eine Nummer erlaubt ganz klassisch das Einkleben nach Nation, wobei sich dann jede Doppelseite als bunte Mischung der Zeichnungsstile der verschiedenen Gestalter präsentiert. Die andere Nummer ermöglicht das Einkleben nach Gestalter – dies ergibt stilistisch geordnete Doppelseiten, bei denen die Nation der Spieler in den Hintergrund tritt.

Wie bisher geht es den «Tschuttiheftli»-Macher laut eigenen Angaben nicht ums Geld. Vielmehr wollen sie einen «kulturellen Beitrag zum Fussballfest» leisten.

Förderung von Kunst und Kultur im Sport

Der Verein Tschutti-Heftli gab anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008 erstmals ein Sammelalbum heraus – ein paar Freundinnen und Freunde aus der Zentralschweiz mischten und verpackten die Bilder damals von Hand in einer Dachwohnung in Luzern. 2021 erscheint das Sammelalbum bereits zum siebten Mal. Die Produktion ist professioneller geworden, die Auflagen sind höher, und mittlerweile sind die Bilder nicht mehr nur in Luzerner Beizen erhältlich, sondern in der ganzen Schweiz, in Deutschland, Österreich, Grossbritannien und Portugal.

Was sich aber nicht geändert hat, ist die Philosophie des Vereins: Es geht ihm ums rollende Leder, nicht um den rollenden Rubel. Der Erlös aus dem Verkauf der Sammelbilder fliesst in die Förderung von Kunst und Kultur im Sport, in erster Linie in die Produktion des jeweils nächsten Jahrgangs. Ein Teil des Ertrags geht zudem an das Kinderhilfswerk «Terre des hommes». Die Vereinsmitglieder arbeiten weitgehend ehrenamtlich.

Weitere Informationen: www.tschuttiheft.li