Generalversammlung
Wegen Zertifikatspflicht werden weniger Anmeldungen fürs Rütlischiessen verzeichnet

Nach einem Jahr Unterbruch freut sich die Schützenfamilie, dass die Rütlisektion Engelberg/Anderhalden das verschobene 158. Historische Rütlischiessen trotz schwieriger Planung am 10. November durchführt.

Georg Epp
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Im Bild von links die letztjährigen Jubilare Hans Huber, Rinaldo Deplazes, Rütlipräsident Daniel Epp und die neuen Freimitglieder Eduard Traxel und Martin Baumann.

Im Bild von links die letztjährigen Jubilare Hans Huber, Rinaldo Deplazes, Rütlipräsident Daniel Epp und die neuen Freimitglieder Eduard Traxel und Martin Baumann.

Bild: Georg Epp (Unterschächen, 29. September 2021)

Normalerweise ist der hinterste und letzte Schiessplatz auf dem Rütli besetzt und da und dort gab es sogar Wartelisten für Schiessende. Mit der Zertifikatspflicht wird dieses Jahr vieles anders sein. Die Anmeldungen gingen überall spärlicher ein und auch von Gastsektionen mussten Absagen entgegengenommen werden, weil sie nicht genügend Schützen mit Zertifikat mobilisieren konnten. Die Rütlisektion Engelberg/Anderhalden rechnet mit rund 200 Teilnehmenden weniger als üblich, allein die Rütlisektion Uri registriert rund 50 Anmeldungen weniger.

Auch an der Generalversammlung der Rütlisektion Uri vom vergangenen Dienstag, 28. September, war der Aufmarsch kleiner, Präsident Daniel Epp begrüsste 48 Personen im Hotel Alpina in Unterschächen. Speziell begrüsste er Landammann Urban Camenzind, Gemeindepräsident Iwan Imholz und Franzxaver Schuler, Präsident der SG Unterschächen. Franzxaver Schuler verstand es, in kurzen Zügen die sehr aktive SG Unterschächen vorzustellen. Stolz ist man in Unterschächen über nach wie vor gute Mitgliederzahlen, gute Jungschützinnen und Jungschützen und die Hoffnung ist gross, irgendwann auch den Rütlisieg holen zu können.

Vier neue Freimitglieder

Weil die Coronapandemie nicht nur das Rütlischiessen 2020, sondern auch den geplanten Gedenkanlass mit rund 150 Personen in Brunnen verhinderte, gab es auch einen kürzeren Jahresbericht des Präsidenten. Verhindert wurden somit auch die Ehrung und die Abgabe des Ehrenkranzes für die 50-jährige Mitgliedschaft, für die anwesenden Rinaldo Deplazes und Hans Huber konnte dies in würdigem Rahmen nachgeholt werden.

Dieses Jahr freuen sich Ehrenmitglied Andreas Hartmann (Altdorf), Karl Baumann (Wassen), Martin Baumann (Bürglen) und Eduard Traxel (Attinghausen) auf dem Rütli, den Ehrenkranz in Empfang nehmen zu können, sie wurden zu neuen Freimitgliedern ernannt. Die Mitgliederbewegung ist leicht rückläufig: Nach 5 verstorbenen Rütlikameraden, 2 Austritten ohne Neueintritte pendelte sich die Mitgliederzahl bei 355 ein. Kassier Urs Vetter freute sich über Mehreinnahmen von 2115 Franken, das Eigenkapital wuchs auf rund 35'000 Franken.

Wahlen um ein Jahr verschoben

Um in den 5-Jahresturnus nach Statuten zurückzukehren, unterstützte die Versammlung den Vorschlag des Präsidenten, die Wahlen um ein Jahr zu verschieben. Im Amt sind aktuell Präsident Daniel Epp, Vizepräsident und Kassier Urs Vetter, Kurt Waser, Roger Luzzani und André Bissig. Für die Amtsdauer 2022 bis 2026 werden zwei neue Rütlischützinnen oder -schützen gesucht.

Gemeindepräsident Iwan Imholz hat kräftig Werbung für die Schönheiten der Gemeinde Unterschächen gemacht. Unter anderem meinte er:

«Unterschächen hat eine Vorwärtsstrategie und unternimmt alles, um ein attraktives Bergdorf zu bleiben.»

Die Grussworte der Urner Regierung überbrachte Landammann und Rütlimitglied Urban Camenzind. Er freut sich, dass trotz schwieriger Ausgangslage ein Weg gefunden wurde, das nächste Rütlischiessen durchzuführen und wünscht eine kameradschaftliche Rütlifahrt.

Die nächste Jahresversammlung findet am Dienstag, 27. September 2022, in Seelisberg statt. Mit der Hoffnung, dass sich unentschlossene Urner Rütlischützinnen und -schützen doch noch für eine Teilnahme entscheiden und «blibet gsund und weiterhin gut Schuss» schloss Daniel Epp eine zügig verlaufene Generalversammlung.